Was bedeutet „Situativ Führen“?

Situativ Führen

Wohl kein anderes Modell hat die Führungswelt so beschäftigt, wie die Erkenntnisse, die aus dem Modell Situational Leadership von Hersey et al. (2001) gezogen werden.
Die hohe Plausibilität und die Einfachheit machen es möglich, komplexe Führungsvorgänge besser zu begreifen und entsprechende Handlungsmöglichkeiten aus der Analyse abzuleiten. 

Der entscheidende Unterschied zu den anderen Führungsmodellen ist jedoch die Hinzunahme einer weiteren Dimension: Der Entwicklungsgrad des Mitarbeiters.
Dieser wird durch zwei Faktoren bestimmt: das „Wollen“ und das „Können“ – die Fähigkeiten und die Fertigkeiten des Menschen und seine Motivation. Aus dieser Kombination von Fähigkeiten und Motivation des Mitarbeiters entwickelten Hersey et al. (2001) vier Entwicklungsstufen: 

Situativ Führen - Entwicklungsgrad
Der Entwicklungsgrad des Mitarbeiters wird durch zwei Faktoren bestimmt: das "Wollen" und das "Können". Daraus entwickelten Hersey et al. (2001) vier Entwicklungsstufen.

Entsprechend des Entwicklungsgrades des Mitarbeiters stimmt die Führungskraft den Führungsstil auf die Person ab, mit der sie zusammenarbeitet.

Die Führungskraft handelt also situationsbezogen.

Hierbei stehen vier Führungsstile zur Auswahl, die sich aus der Kombination zweier Verhaltensprinzipien ergeben: dem lenkenden und dem unterstützenden Verhalten. 

Wie viel lenkendes bzw. unterstützendes Verhalten ein Vorgesetzter zeigen sollte, hängt vom Entwicklungsgrad des jeweiligen Mitarbeiters ab. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Entwicklungsgrad eines Mitarbeiter und damit der Führungsstil ihm gegenüber, sehr unterschiedlich sein kann – abhängig von den Aufgaben, mit denen er sich gerade beschäftigt und von seiner Kompetenz und Erfahrung, die er jeweils mitbringt. 
In einem Tätigkeitsbereich ist es möglicherweise wichtig, den Mitarbeiter im delegierenden Stil zu führen, während er in einem anderen noch trainiert werden sollte. 

Bei Wildenmann Consulting haben wir das bekannte Modell des Situativen Führens weiterentwickelt. Wir haben es dadurch viel konkreter und aufschlussreicher machen können. Dazu haben wir die 4 Führungsstile in 16 Anwendungsfelder aufgegliedert, so dass wir für jede denkbare Führungssituation ein „Rezept“ anbieten können. 

Mehr über unser „Cooking Book for Situational Leadership“ inklusive praktischer Hinweise für die tägliche Führungspraxis gibt`s im nächsten Artikel zum Thema Situativ Führen hier auf unserem Blog.

Bernd Wildenmann

Bernd Wildenmann

Dr. Bernd Wildenmann ist Geschäftsführer der Wildenmann Gruppe. Sein Spezialgebiet sind großflächige Veränderungsprozesse zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit sowie die Professionalisierung & Ausbildung von Führungskräften zur Erhöhung der Führungsleistung.
Bernd Wildenmann

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