Wie Sie Vertrauen gewinnen und agile Arbeitskulturen ermöglichen

Vertrauen gewinnen

Gerade im Hinblick auf agiles Arbeiten befinden sich viele Führungskräfte in einem Dilemma zwischen Kontrolle und Vertrauen.

Den Mitarbeitern Vertrauen entgegenzubringen geht oft mit der Sorge einher: Was passiert, wenn das Vertrauen ausgenutzt wird?

Leider mündet diese Sorge dann viel zu oft in nur noch mehr Kontrolle und es ist nachgewiesen, dass zu viel Kontrolle zu mehr Ärger und Missmut bei den Mitarbeitern und auch den Vorgesetzten führt. Kontrolle ist das Gift für Eigeninitiative. Kontrolle und Eigeninitiative können sich niemals gegenseitig stützen. Es ist daher wichtig, die Kontrolle zurückzunehmen und dafür die Eigeninitiavie in gleichem Maß zu entwickeln.

Dieses Verhältnis von Kontrolle und Eigeninitiative habe ich auch in meinen Ausführungen zu  Situativ Führen näher beleuchtet.

In meinen Beiträgen zu Misstrauenskulturen wird deutlich, wie dringend erforderlich es zukünftig ist, Arbeitssituationen zu schaffen, in denen auf Kontrolle sogar weitestgehend verzichtet werden kann => https://www.wildenmann.com/blog/2017/05/10/arbeitskultur-innovationsentwicklung/

Denn was passiert mit Mitarbeitern, die ständig kontrolliert und beaufsichtigt werden?

Sie verlieren ihre Eigenverantwortlichkeit und Motivation.

Im Gegenzug aber führt das Schenken von Vertrauen weg von Ärger und Frust und stärkt die Eigenmotivation und –verantwortung.  Die Mitarbeiter werden sich in aller Regel „noch mehr reinhängen“ und wollen die Führungskraft nicht enttäuschen.  Hat man die Mitarbeiter in diese Eigenverantwortung gebracht, ist ein notwendiger Schritt getan, um agiles Arbeiten zu ermöglichen.

Wie aber schaffe ich es als Führungskraft, dass belastbares Vertrauen entsteht?
Zeigen Sie ihre Intention auf!

Egal in welcher Beziehung, ob es die Beziehung zu Mitarbeitern betrifft oder die Beziehung zu einem Geschäftspartner bzw. Kunden, ist es wichtig, zuerst seine eigene Intention aufzuzeigen. Somit gewinnt man Vertrauen und zeigt, dass man eine zuverlässige Beziehung sucht. Diese Intention sollten Sie unbedingt bereits zu Beginn deutlich machen.

Geben Sie zuerst einen Vertrauensvorschuss.

Wer zuerst einen Vertrauensvorschuss gibt, hat eigentlich einen Machtvorteil. Diesen durchaus positiven Machtvorteil können Sie nun einsetzen, um besser zu kooperieren und dadurch die Situation für alle deutlich zu verbessern.

Eine wichtige Fähigkeit der Führungskraft in diesem Zusammenhang ist die Fähigkeit Eventualitäten abzuschätzen i.S.v. „was wäre der größtmögliche Schaden und könnte man diesen verschmerzen?“.

Können Sie dieses Risiko abschätzen, dann schenken Sie Ihren Mitarbeitern Vertrauen!

Möchten Sie mehr zu diesem Thema erfahren?

Wir informieren Sie gerne weiter ausführlich über spannenden Möglichkeiten, das Vertrauen in ihre Mitarbeiter zu stärken.

Alle Führungsvignetten finden Sie gesammelt in meinem Buch „21 Pfade für die erfolgreiche Führung von Menschen“ http://www.springer.com/de/book/9783658084530.

Sie haben Fragen? Dann schreiben Sie uns: info@wildenmann.com

Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche!

Mit den besten Grüßen

Dr. Bernd Wildenmann

Bernd Wildenmann

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